Mich

Über mich

 

Ich bin in Südwest-Deutschland in einer Kleinstadt mit zehntausend Einwohnern geboren. Katholisch und konservativ wartete dieser Ort darauf, dass die Welt endlich hereinkommen und ihn – mit welchen Mitteln auch immer – befreien würde. Im ländlichen Deutschland fanden die Sechziger in den siebziger Jahren statt … und deshalb wurde ich natürlich ein Hippie. Neben der Schule nahm ich heimlich Ballettunterricht und irgendwann beschloss ich, daraus einen Beruf zu machen … sehr zum Leidwesen meiner Eltern. Ich beendete die Schule, verzichtete auf den Wehrdienst und kehrte Deutschland, kurz bevor ich zwanzig wurde, den Rücken. Zehn Jahre lang lebte ich hauptsächlich in den Niederlanden – unterbrochen von einem Studienaufenthalt in den USA und vielen Arbeitsaufenthalten in der Schweiz und in Österreich. Im November 1989 fiel die Berliner Mauer. Ab März 1990 choreographierte ich in der Semperoper in Dresden, wo ich kurze Zeit später Ballettdirektor wurde. Als ich diese Position hinter mir liess, beschloss ich, in Dresden zu bleiben und dort ein freiberufliches Tanzensemble zu gründen. In den Jahren danach trug ich zum Aufbau der freien Tanzszene in Dresden bei. Meine Karriere als Choreograph war recht erfolgreich und befriedigend. Aber ich war auch an anderen Dingen interessiert … besonders an Yoga und Meditation. Ich besuchte Indien zum ersten Mal im Jahr 2001. Diese Reise veränderte mich völlig. Ich war nicht mehr auf der Suche. Von nun an versuchte ich zu verstehen, was ich gefunden hatte. Beruflich machte ich in den Jahren danach viele, verschiedene Dinge. Aber was auch immer ich unternahm … was ich tat, definierte mich nicht mehr als Mensch. Ich kann Künstler, Tanzlehrer, Yoga-Lehrer, kann Liebhaber, Ehemann und Vater sein … aber diese Dinge sind weder was noch wer ich bin.

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Im Alter von dreizehn Jahren begann ich mich für Meditation zu interessieren. Als ich dreiundzwanzig war, begegnete mir mein erster spiritueller Lehrer. Seit dieser Zeit meditiere ich täglich. Darüber hinaus praktiziere ich noch andere spirituelle Übungen. Jahrelang war ich davon überzeugt, dass spirituelle Selbst-Verwirklichung keine Sache ist, die man von der materiellen Welt um sich herum abhängig machen sollte … bis ich zu verstehen begann, dass diese Welt, die uns umgibt, geradezu die Wiege unserer Spiritualität ist und deshalb geschützt und gepflegt werden muss!

Die Zeiten änderten sich sehr in meinem Leben. Die Gleichstellung der Geschlechter war ein verfluchtes Wort, als ich ein Kind war. Homosexualität war gerade legalisiert, aber anständige Leute redeten nicht über so etwas. Sex vor, ohne oder außerhalb der Ehe war unmöglich, und Frauen hatten sowieso kein lustvolles Sexualleben zu haben. Rassismus existierte nicht, da es um uns herum sowieso keine Fremden gab. Fast alles entwickelte sich zum Besseren in den Jahren seitdem … bis vor kurzem sensible Menschen begannen, das Gefühl zu bekommen, dass die Dinge irgendwie schief laufen. Das war der Moment, in welchem mein spirituelles Leben es notwendig machte, auf die negativen Entwicklungen auf unserem Planeten zu reagieren …

… und ich beschloss, diesen Blog zu schreiben.